09Aug
2015
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3D-Baby-Ultraschall-09

Das Kind nuckelt am Daumen und zieht Grimassen im 3D 4D Ultraschall

Immer mehr Frauen nutzen das Angebot, Ihr Baby vor der Geburt bei einer 3D / 4D Ultraschall-Sitzung “kennen zu lernen”. Die werdenden Eltern sind fasziniert, wenn sie sehen, was die Ungeborenen so im Bauch machen. Sich um die eigene Achse drehen, Grimassen ziehen und am Daumen nuckeln sind lebensecht und klar erkennbar. Solche Momente bleiben für die Ewigkeit und sind nicht nur eine schöne Erinnerung für die werdenden Eltern und Familie, auch die Kinder selbst haben eine Art vorgeburtliches Fotoalbum.

Auch, wenn wissenschaftlich diese Bewegungen, Grimassen und Veränderungen des Gesichtsausdrucks in Form eines lachenden, traurigen oder missmutigen Feten laut Merz und Pashaj, 2015 nicht als “emotionale Qualitäten des Feten” gedeutet werden sollten und allesamt eher nur “unwillkürliche Bewegungen im Sinne endogen-erzeugter physiologischer Reflexmuster” und eine “Übung” für das spätere Leben nach der Geburt zu sein scheinen, so sind sie zumindest Ausdruck des fetalen Wohlbefindens, einer ungestörten neurologischen Entwicklung und der fetalen Gehirnfunktion (Merz und Pashaj, 2015). Seitens der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) wird vom reinen “Babyfernsehen” abgeraten und eine medizinische Indikation für jede Ultraschall-Untersuchung gefordert; ganz sicherlich trägt eine fachgerecht und effizient durchgeführte Ultraschall-Sitzung mit dem Zwecke der Darstellung der kindlichen “Bewegungen und Grimassen”, wie sie bei 3D-Baby BabyViewing vom Facharzt durchgeführt wird, zu einer Verstärkung der “Mutter-Kind-Beziehung”, worin wir eine klare medizinische Indikation sehen.

Literatur:

Fetal Facial Expressions: Demonstration of the Smiling, the Sad and the Scowling Fetus with 4D-Ultrasound
Fetale Mimik: Demonstration des lächelnden, des traurigen und des missmutigen Fetus mit 4D-Ultraschall

E. Merz und S. Pashaj
Ultraschall in Med 2015; 36(01): 1-2

Was fühlt der Fötus, wenn er mürrisch blickt?

FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) vom 9.8.2015